Seit meiner Kindheit ist Kreativität ein fester Teil meiner Persönlichkeit – sie zeigt sich in allem, was ich tue.
Schon als Kind habe ich es geliebt Geschichten zu erfinden, Dinge zu erschaffen, zu gestalten und anderen damit eine Freude zu machen.
Meine Eltern und Großeltern haben mir diesen schöpferischen Funken mitgegeben. Sie haben mir durch ihre eigenen Projekte vorgelebt und gezeigt, wie viel Wert es hat seine eigenen Ideen zu verwirklichen.
Über Umwege bin ich nun Grundschullehrerin.
Dass ich einmal Werken unterrichten würde, hatte ich nie geplant. Doch die Möglichkeit, das Fach fachfremd unterrichten zu dürfen, öffnete eine Tür – und plötzlich passten meine gestalterischen Fähigkeiten und mein Berufsbild überraschend gut zueinander.
Im Unterricht kann ich zeigen, dass kreatives Gestalten weit mehr ist als Basteln: Beim Lesen von Anleitungen oder Sachtexten über Materialien und Techniken wird die sprachliche Bildung gestärkt, und durch fächerübergreifende Inhalte leistet Werken einen wertvollen Beitrag zur grundlegenden Bildung.
Besonders für Kinder, die im Schulalltag oft unter Druck stehen, besitzt dieses Fach einen eigenen Zauber. Hier dürfen sie ausprobieren, Fehler machen, neue Wege finden und Erfolg im eigenen Tempo erleben.
Werken eröffnet einen Raum, in dem Kreativität zählt, Freude erlaubt ist und das eigene Tun sichtbar wird – ein Fach, in dem jedes Kind spüren kann:
Ich kann etwas (er-)schaffen!
Mein rot-pinker Kanarienvogel, Karl 🐦, hat sich bei mir als kindgerechte Identifikationsfigur etabliert, die nun hier und da durch meine Materialien für den Schul- und Familienalltag hüpft.
Neue Kraft tanken und Inspiration finden kann ich am besten in der Natur.
Dort flechte ich aus allem, was ich finde, kleine Blumen- und Blätterkränze.
Sie erinnern mich daran, dass Kreativität dann entsteht, wenn man sich Zeit nimmt, ruhig wird und wieder Kind sein darf.
Wenn ich nicht gerade neue Ideen sammle oder Blumenkränze flechte, findet man mich beim Backen. Hier kann ich abschalten – und mich gleichzeitig wieder völlig verlieren.
Aus einfachen Plätzchen werden dann kleine Kunstwerke, manchmal fast zu schade zum Essen. Aber genau darin liegt die Magie:
Liebe im Detail, überall.
Zuhause, unterwegs oder bei Freunden und Familie, habe ich fast immer meine Kamera dabei. Ich liebe es, besondere Augenblicke einzufangen – die lauten oder leisen, echten Momente, die man nicht stellen kann.
Für mich sind Fotos kleine Zeitkapseln: Sie bewahren das, was im Alltag oft übersehen wird, und machen Erinnerungen sichtbar.
Bei der Gestaltung meiner Materialien mache ich mir zudem die beschreibende Kraft von Bildern zu nutze, wenn es darum geht komplexe Sachverhalte leicht und verständlich aufzubereiten.
Bilder erreichen nicht nur Kinder oft schneller und direkter als Worte. Gerade Lernende mit unterschiedlichen sprachlichen Voraussetzungen profitieren davon, weil Fotos Zusammenhänge sichtbar machen, bevor Sprache sie erklären kann. Sie öffnen eine Tür zum Verstehen, lange bevor ein Satz sie beschreibt – und wirken dadurch nicht nur ästhetisch sinnlich, sondern auch motivierend.
Seit Jahren fährt mich mein rotes Hollandfahrrad, zu jeder Jahreszeit, bei jedem Wetter, zu jedem erdenklichen Ort in und um München.
Wenn mir der Fahrtwind um die Ohren saust, kommen meine Gedanken zur Ruhe, und oft entstehen dabei ganz neue Ideen für Materialien, Geschichten oder kleine Projekte. Zu schade, dass der Tag nicht mehr Stunden hat ...
Das Foto zeigt mich als Kind bei meinen Großeltern in einem Garten, den es heute so nicht mehr gibt, doch die Erinnerung trage ich bis heute in mir. Ich durfte Kind sein, mich frei in der Natur bewegen, kleine Projekte beginnen und wieder verwerfen – und wurde dabei stets liebevoll bestärkt. Diese Erfahrung hat sich tief eingeprägt.
Heute fließt sie in meine Materialien und Geschichten ein: Kinder sollen spüren, was sie können und wohin ihre Ideen sie tragen, und erfahren, wie es sich anfühlt, ernst genommen zu werden. Genau das möchte ich weitergeben: Orientierung, Zutrauen und Freude am aktiven Entdecken.
So schließt sich der Kreis: Was als undefinierte Idee in einem Heft begann, lebt heute sichtbar, greifbar und voller Freude für Kinder, Eltern und Lehrkräfte in meinen Materialien, Geschichten und Projekten weiter.
Ich freue mich, dass Du mich auf meinem weiteren Weg begleitest!
:-)